Barcamp #b4b2018 – Freitag der Dreizehnte

Barcamp #b4b2018 – Freitag der Dreizehnte2018-04-18T18:37:26+00:00

 

Barcamp #b4b2018 – mal ein anderer Freitag der Dreizehnte

 

Freitag der Dreizehnte. Was tun? Die Bettdecke über den Kopf ziehen und gar nicht erst aufstehen? Oder die 13 als Glückszahl nehmen und mal etwas ganz Neues ein Barcamp ausprobieren?

Barcamp #b4b2018 in der IHK zu Dortmund Foto:Brigitte Jülich

Barcamp #b4b2018 in der IHK zu Dortmund
Foto:Brigitte Jülich

Ich habe mich für die zweite Variante entschieden und beschlossen, auf Chancensuche zu gehen. Das Barcamp #b4b2018 schien mir genau das Richtige zu sein. Es wurde organisiert und veranstaltet von Daniela Sprung, Kommunikationsberaterin Corporate Blogs & Social Media, in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund, vertreten durch Stefan Schreiber, Geschäftsführer.

 

Barcamp, ein Event, den man sich merken sollte

 

Es hieß in der Einladung „#b4b2018 – das Karriere-Highlight für online Blogger“ und als Besucherin kann ich das kann ich nur bestätigen. Nächstes Jahr gehe ich wieder hin. Es war eine interessante und lebendige Veranstaltung, von der man viel Input mit nach Hause nehmen konnte. Ca. 150 TeilnehmerInnen waren an diesem Freitag, dem 13.04.2018 dem Ruf der Einladung gefolgt.

Ich gebe zu, vorher wusste ich nicht so genau, was ein Barcamp ist und wie es abläuft. Vielleicht geht es Ihnen auch so. Falls Sie sich aber schon auskennen, überschlagen Sie die folgende Erklärung von Wikipedia einfach: Ein Barcamp(häufig auch BarCamp,Unkonferenz,Ad-hoc-Nicht-Konferenz) ist eine offene Tagungmit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion […].

 

Barcamp: Vorträge und Sessionslots

 

Zwischen drei Vorträgen und Sessions konnten wir TeilnehmerInnen frei wählen. Die Vorträge: Klaus Eck, „Corporate Blogs neu entdecken“, Jochen Mai, „Aufmerksamkeit, Anzeigen, Affiliates und mit Blogs Geld verdienen“ und Alina Abedi Jam, „Wie man Social Media in einem Großkonzern auf den Weg bringt“.

Neben diesen Vorträgen bildeten sich sogenannte Sessionslots. Das sind zeitlich begrenzte, völlig frei zusammengestellte kleine Workshops. Die Gruppen finden sich spontan zu Themen, die auf Interesse mehrerer TeilnehmerInnen stoßen oder vorher angeregt werden. Wichtig ist der gegenseitige Austausch, nicht ein vorgegebenes Ergebnis.

In diesem Barcamp standen acht Themen wie „DGSVO auf der eigenen Webseite“, „Podcast im Corporate Blog “, „Wunschkunden töten“, „Mindmaps für Blogartikel“,“ Visual Content Creation-Infografiken“, „Influencer-Qualität „,  „ Facebook Ads Targeting“, wie man einen Corporate Blog implementiert und Mitarbeiter als Autoren gewinnt“, zur Debatte. Unerfahrene wie Erfahrene unterhielten sich von 9.00 – 16:30 Uhr mit MentorInnen aus allen Bereichen verfolgten die spannenden Diskussionen.

Was glauben Sie, welches Sessionslot mich am meisten interessiert hat? Aber klar doch! Das mit dem absurdesten Namen. Wunschkunden töten… Liebe Kunden, keine Angst, das wollte ich nicht wirklich lernen, aber der Titel macht doch verflixt neugierig.

 

Impressionen zum Barcamp 13.04.2018 Foto:Brigitte Jülich

Impressionen zum Barcamp 13.04.2018
Foto:Brigitte Jülich

„Wunschkunden töten“

Leider ließ mich dieses Sessionslot einigermaßen ratlos zurück. Es ging darum, sich vom Avatar ( Wunschkunden)  zu lösen und sich selbst auf die Suche nach dem Warum zu begeben.

Mir wurde empfohlen, mich mit der angebotenen Geschichte zu beschäftigen. Die Frage nach der Ursache des Ereignisses würde mich immer tiefer in die Thematik führen. Das oberflächlich auf der Hand liegende Thema wäre manchmal nicht das Thema, was nach einer Lösung rufe. Erst wenn ich die Gefühle des Kunden und das Warum erklären könnte, könnte ich auch meine Kunden zufriedenstellen. Anders als beim Avatar, auf den ich mich sonst voll konzentriert hätte. Ursachenforschung kontra Avatar. Aber so richtig verstanden habe ich das mit dem Töten wohl nicht. Schade.

Nun ja, immerhin hatte ich etwas zum Nachdenken, was bekanntlich auch nicht schädlich ist.

„DGSVO – leider keine neue Netflix-Serie“

Der zweite Sessionslot, an dem ich teilnahm, drehte sich um die neue DSGVO, die EU-DatenSchutzGrundVerOrdnung, die ab dem 25.5.2018 gilt. Bei diesem Thema ging es mir wieder besser. Hiermit hatte ich mich schließlich auch schon seit Februar selber beschäftigt. Diese neue Verordnung sorgt für allgemeine Unsicherheit und ich kann nur jedem und jeder Selbstständigen empfehlen, sich damit auseinanderzusetzen. Das macht nicht unbedingt Spaß, ist aber enorm wichtig. Vielleicht holen Sie sich auch Hilfe, denn die ehrenwerten Abmahnanwälte sitzen schon in den Startlöchern.

„Podcast“

Das Thema Podcast beschäftigte mich eigentlich nur am Rande. Aber ein bisschen mehr Information konnte schließlich nicht schaden. Inzwischen weiß ich, dass ich eine super Kundenbindung damit bekommen würde. Tenor: Ich müsste guten Content bieten, regelmäßig einen Podcast aufnehmen und alles wird gut.

 

Leider ist so etwas auch ein zeitfressendes Unterfangen. Es ist nichts, was einmal aufgenommen und dann wieder beiseitegelegt werden kann. Zu einem gescheiten Podcast gehört ein Konzept, damit er erfolgreich wird und anderen und mir Spaß macht. Die TeilnehmerInnen hatten viele Ideen und Tipps, wie man einen Podcast erfolgreich gestalten kann, z. B. Miniserien oder ganze Staffeln kreieren, gleich zehn Folgen drehen, Intervallpodcasts …

 

Das alles klang sehr spannend, aber ich habe mich trotzdem dagegen entschieden. In mir hat sich der Gedanke verfestigt, mich doch erst einmal wieder intensiver um meinen Blog zu kümmern. Dabei werde ich mich auf die Themen Klosterreisen, Achtsamkeit und Work-Life-Balance fokussieren. Dazu habe ich jetzt wieder richtig Lust bekommen! Auch ein Ergebnis. Ganz wie es im Sinne eines Sessionslots ist: kein vorgefertigtes Ziel, sondern Ende offen …

 

Mein persönliches Resümee zum Barcamp

 

Diese Art, neue Dinge zu lernen, hat mich begeistert. Ich knüpfte mehrere Kontakte. Der Tag war Adrenalin pur. Am Abend fiel ich erschossen, aber glücklich ins Bett und war mir sicher: Nächstes Jahr bin ich wieder dabei, womöglich mit einem Sessionslot zum Thema Klosterreisenblogger.

 

Was fand ich eigentlich so gut und wichtig an dem Barcamp, obwohl mir manches unklar blieb? Ich denke, dieses Jahr war erst der Anfang, dieses Jahr bedeutete für mich Bestätigung und Richtungsweisung. Deswegen bin ich sicher, dass dieses Barcamp zu einer Institution für Dortmund werden wird.

 

In einer offenen, kommunikativen, natürlichen und fröhlichen Atmosphäre konnte man erleben, wie viel Power Menschen haben – gemeinsam. Der Haupttenor des Barcamps ist nicht Konkurrenz, sondern gegenseitige Unterstützung mit dem gemeinsamen Ziel: mehr Bloggen!

 

Tragen Sie sich den Termin fürs nächste Jahr schon einmal mit Bleistift ein, liebe LeserInnen: ein Freitag im April 2019. Und ein paar mehr Menschen dürften auch kommen.

Eure und Ihre Brigitte Jülich